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Die Einberufung der Generalstände

Im Januar 1789 wurden auf Druck der Parlamentarier und in den Provinzialständen die Generalstände einzuberufen. Grund hierfür waren die miserablen wirtschaftlichen Zustände im Land. Besonders der dritte Stand hegte hierbei die Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände.

Zu einer solchen Einberufung wurden nun die so genannten Beschwerdehefte verfasst. Dies hatte Tradition und wurde den Abgeordneten zur Versammlung mitgegeben. In diesem Beschwerdeheft war neben den Forderungen nach einer Verbesserung der Lebensumstände auch der Anspruch formuliert, dass der dritte Stand eine Aufwertung in den Generalständen erfahren musste. Immerhin machte diese Bevölkerungsschicht etwa 98% der französischen Gesellschaft aus, war aber im Vergleich zu Adel und Klerus in den Generalständen nur unter präsentiert.

Da ein Votum in den Generalständen nur einheitlich abgegeben werden konnten, zog diese Schicht gegenüber Adel und Klerus meist mit 2:1 den Kürzeren. Bei dieser Einberufung konnte der dritte Stand jedoch nur einen Teilerfolg erzielen. Sie erhielten zwar für die Zukunft die doppelte Anzahl an Abgeordneten, doch geschickterweise hatte König Ludwig XVI. den Abstimmungsmodus weiter offen gelassen. Allerdings erhielt die Front des Klerus langsam Risse, denn viele dem Klerus zugehörigen Dorfpfarrer und andere arme Geistliche, hegten mittlerweile mehr und mehr Sympathien mit dem armen Volk. Einige von ihnen schlossen sich schließlich im Juni des Jahres 1789 gar dem dritten Stand an.

Dies war ein Wendepunkt in der französischen Innenpolitik. Ab diesem Moment nämlich, begannen sich die Ereignisse zu überschlagen. Abbé Siéyès spielte dabei eine entscheidende Rolle. Unter seiner Führung erklärten sich die Mitglieder des dritten Standes zur Nationalversammlung und forderten auch die beiden anderen Stände auf, sich ihnen anzuschließen. Der Klerus folgte ihnen mit einer knappen Mehrheit, während der Adel dem König weiter treu blieb.

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