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Der Sturm auf die Bastille

Die Nationalversammlung hatte also die Versammlung der Generalstände abgelöst, der dritte Stand somit einen Teilerfolg erzielt. Bleibt die Frage, ob es wirklich eine Verbesserung der Lebenssituation zur Folge haben würde? Zunächst nicht. Denn das zeitweilige Einlenken des Königs hatte zur Folge, dass dieser Truppen nach Paris entsandte. Das sorgte im Gegenzug für eine erhebliche Beunruhigung bei der französischen Bevölkerung in Paris. Vor allem stieg die Angst vor einer weiteren Teuerung der Lebensmittel. Hinzu kam, dass der beim Volk hoch angesehene Minister Necker, der unter Ludwig XVI. Finanzminister war, von diesem am 11. Juli 1789 entlassen wurde. Diese Nachricht ging wie ein Lauffeuer durch die Bevölkerung und hatte eine weitere Stimmungsverschlechterung zur Folge. Die Stimmung heizte sich immer weiter auf und das Volk begann sich zu bewaffnen. An der Bastille - dem damaligen Stadtgefängnis - wollte man sich weitere Waffen und Pulver besorgen und so zogen die Gruppen Richtung Bastille. Circa 5.000 Menschen fanden sich schließlich da ein.

Da in der Bastille nur 7 Gefangene einsaßen und es keine große Besatzung waren, ließen die Kommandanten die Menge ohne großartige Gegenwehr gewähren und ließen sie in die Vorhöfe eindringen. Allerdings eröffneten sie dann das Feuer und so waren am Ende des Tages 98 Tote und 73 Verwundete zu beklagen. Dieser in die Geschichte als "Sturm auf die Bastille" eingegangene Aufstand gilt als Beginn der französischen Revolution, die eine Veränderung des politischen Systems Frankreichs nach sich zog.