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Gegenrevolutionäre Bewegungen

Natürlich stand nicht die gesamte Bevölkerung hinter der Revolution. Besonders die privilegierten Stände waren dagegen, denn sie verloren so ihre Vormachtstellung und natürlich ihre Privilegien. Vielen gingen an andere europäische Fürstenhöfe und langsam sammelten sich gegenrevolutionäre Kräfte zusammen. Sie wollten vor allem eine Destabilisierung der neuen Ordnung herbeiführen und dies sollte mit der Unterstützung anderer europäischer Nationen geschehen. Hilfe, zumindest in moderater Form, erhielten sie von spanischer, schwedischer und russischer Seite. Dies lag daran, dass auch ausländische Fürsten ihre Ansprüche auf bestimmte Ländereien, wie etwa im Elsass durch die Abschaffung des Feudalwesens verloren hatten. Letztlich wollte sich jedoch aufgrund anderer schwelender Konflikte oder Kriege keine Nation zu einem richtigen Angriff hinreißen lassen.

Weitere Beschlüsse der Nationalversammlung spalteten außerdem die unterschiedlichen Stände. Dazu zählte vor allem das Dekret, dass eine Zusammenfassung des Klerus mit der Zivilverfassung beinhaltete. Dies bedeutete, dass alle Priester ab November 1790 den Eid auf die neue Verfassung leisten mussten. Dies führte natürlich zu einem Aufschrei im Vatikan. Papst Pius VI. verbot den Priestern den Eid. Als Strafe drohte er mit Exkommunikation. Diese Androhung führte zu einer religiösen Spaltung Frankreichs, denn es schwören schließlich nur Geistliche aus dem niederen Klerus auf die Verfassung.