Impressum | Haftungsausschluss

Das Ende der Feudalherrschaft

Nach dem Sturm auf die Bastille, der als der gewaltsame Beginn der französischen Revolution galt, musste man wieder eine Ordnung finden, damit es keine chaotischen Zustände geben würde. Dies sollte nun zur neuen und ersten ernstzunehmenden Aufgabe der neuen Nationalversammlung werden. Vor allem versuchte nun der dritte Stand die Gunst der Stunde zu nutzen und den Feudalstaat zu sprengen. Ihnen gelang es, allerdings mit Hilfe einiger liberaler Adliger, einige dieser Forderungen durchzusetzen in der Nationalversammlung. So wurden die Leibeigenschaft, die Steuerbefreiung der privilegierten Stände, die Prägorativrechte des Adels oder die Sonderrechte der Provinzen und Städte aufgehoben. Die Nachricht verbreitet sich vor allem unter der Landbevölkerung wie ein Lauffeuer.

Die Bauern waren nun erst einmal ruhig gestellt, wenn gleich sie die ganze Wahrheit nicht kannten. Denn die Leibeigenschaft und die Frondienste waren zwar abgeschafft, aber dennoch waren die weiteren Herrenrechte rückkaufbar. Aber so konnte die Nationalversammlung ruhig weiter arbeiten, vor allem an ihrem nächsten Ziel - die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.